Wellness & Gesundes Leben


Zahnschmuck

Schöne Zähne sind ein Geschenk. Aber auch schöne Zähne können noch verschönert werden.
Weitgehend unbedenklich ist Zahnschmuck, wenn er vom Zahnarzt angebracht wird. Hier besteht eine immer größer werdende Auswahl an Schmuckstücken aus 24-karätigem Gold, Goldfolie oder Kristallglas in unterschiedlicher Größe und Farbe. Wer will und es sich leisten kann, kann sich natürlich auch mit einem echten Brillianten verschönern.

Fachgerecht angebracht hindert moderner Zahnschmuck weder beim Essen noch beim Sprechen.Zur Befestigung wird der ausgewählte Zahn mit etwas Säure angerauht und mit einem Bonding (Haftvermittler) vorbehandelt. Anschließend wird der Zahnschmuck mit fließfähigem Kunstoff auf den Zahn geklebt und zum Abschluß werden die Ränder noch poliert. Dadurch ist die Zahnpflege unproblematisch.

Goldplättchen und Steine schwanken je nach Ausführung stark im Preis und sind ab 15 Euro im Fachhandel erhältlich. Das Anbringen kostet noch einmal 50 bis 75 Euro pro Schmuchstück.
Der Schmuck hält maximal 2 bis 3 Jahre, kann aber problemlos wieder entfernt werden, ohne daß der Zahn geschädigt wird.

Bei allen Verschönerungsmaßnahmen sollte wie grundsätzlich bei Veränderungen in der Mundhöhle und an den Zähnen zahnärztlicher Rat in Anspruch genommen werden- und zwar nicht erst, wenn etwas schiefgegangen ist. Fragen, ob die ein oder andere Form der Verschönerung machbar, sinnvoll, ratsam und bezahlbar ist, kostet nichts; jeder unsachgemäße Eingriff in das Zahngefüge, das Zahnfleisch, die Zunge, Wange oder Lippen kann dafür aber verheerende und äußerst schmerzliche Folgen haben!


Prophylaxe

Die Schwerpunkte in der Zahnheilkunde verlagern sich. Kariesprävention (Schutz vor Kariesbefall) und Zahnerhaltung haben in den letzten Jahren an Bedeutung erheblich gewonnen.
Die Wissenschaft unterstützt diese Entwicklung, indem sie Mittel bereitstellt, mit deren Hilfe Karies und parodontale Erkrankungen (Erkrankungen des Zahnhalteapperats) frühzeitig erkannt werden können. Der Zahnarzt kann dadurch eine individuelle Diagnose stellen um anschließend eine gezielte Prophylaxebehandlung durchführen.

Ein Verfahren das individulle Kariesrisiko zu bestimmen, ist die Speicheldiagnostik.

Ein Bakterium (streptococcus mutans) gilt als Hauptverursacher von Karies. Je mehr Bakterien vorhanden sind, desto höher ist das Kariesrisko.
Ein Bazillenstamm (sog. Lactobazillen) ist sekundärer Karieserreger. Er vermittelt ein Bild von der Aktivität der Karies und den Ernährungsgewohnheiten.
Die Menge des vorhandenen Speichels (Speichelfließrate) und sein Gehalt an Mineralen, die zu einer Härtung des Zahnschmelzes benötigt werden, geben Anhaltspunkte über die natürliche Schutzfunktion bei Der Remineralisierung der Zähne nach Säureeinwirkung.

Die Speicheldiagnostik sollte durchgeführt werden, wenn im klinischen Bild kariöse Läsionen und Anzeichen für eine Zahnfleischentzündung vorliegen, um die Ursache zu erkennen und einen gezielte Therapie durchzuführen. Vor prothetischer und kieferorthopädischen Behandlung, bei vielen restaurierten Zähnen, bei Medikamenteneinnahme, Berufsrisiken und bei Mundtrockenheit.
Die Ergebnisse der Speicheldiagnostik bestimmen die weiteren Therapiemöglichkeiten.



Die professionelle Zahnreinigung

Bei der professionellen Zahnreinigung werden die Zähne, nachdem sie vom Zahnstein befreit worden sind, mit einem Salz-Wasser-Strahlgemisch behandelt. Dadurch werden weiche Beläge und häßliche Farbpigmente von den Zähnen und aus den Zahnzwischenräumen entfernt. Farbpigmente sind in z.B. in Kaffee, Tee, Nikotin, Rotwein und Cola enthalten und setzen sich an der Zahnober-fläche fest.
Die Zahnzwischenräume werden mit Zahnseide oder flexiblen Streifen anschließend gereingt.

Nach der Politur aller Zähne mit verschiedenen Polierpasten, wird ein Medikamententräger mit Chx-Gel (Chlorhexidin-Gel) in die Mundhöhle für ca. 10 Minuten eingebracht. Das Chlorhexidin bekämpft karies- und parodontoseauslösende Bakterien und reduziert damit die Anzahl der Keime. Durch die spezielle Form des Medikamententrägers wirkt das Chlorhexidin am Zahnfleischsaum und am oftmals empfindlichen Zahnhals.
Abschließend wird ein spezieller Fluorlack auf die Schmelzoberflächen aufgetragen. Dieser führt zur Remineralisierung des Schmelzes und macht damit die Zahnoberfläche widerstandsfähig gegen die kariesauslösenden Bakterien.

Diese Behandlung dauert ca. 45-60 Minuten und sollte zweimal im Jahr durchgeführt werden.


Bleichen von Zähnen (Bleaching)

Warum Bleichen?
Die Zähne verändern durch den Alterungsprozeß ihre Farbe. Aber auch durch Nahrungsmittel oder Medikamente kann sich die Zahnfarbe verändern. Diese Veränderungen können durch gezieltes Bleichen beseitigt werden.


Welche Verfahren gibt es?
Homebleaching: Drogerien und Fachhandel bieten Bleichpräparate für den Hausgebrauch an, von deren Gebrauch aber dringend abzuraten ist. Bei unsachgemäßer Handhabung können zwar die Zähne heller sein, aber auch auch der Zustand des Zahnfleisch läßt meistens zu wünschen übrig.

Officebleaching: Dieses Verfahren wird in der Zahnarztpraxis durchgeführt, indem dem Patienten ein individuell hergestellter Medikamententräger eingesetzt wird. Mit diesem werden Chemikalien (in der Regel Oxidationsmittel) verwendet, die den Alterungsprozeß umkehren, wenn sie für einen bestimmten Zeitraum auf die verfärbten Zähne aufgetragen werden.

Powerbleaching:Stärkere Konzentration des Bleichmittels können auch direkt auf die Zähnen aufgetragen werden, vorab muß aber das Zahnfleisch durch ein Gel (Gingivaprotector) oder durch ein Spanngummi (Kofferdam) geschützt werden. Die hochkonzentrierten Aufhellungsmittel werden vom Zahnarzt durch Licht kurzfristig aktiviert. Dabei zerfällt das Peroxid und der dabei entstehende aktive Sauerstoff entfaltet unter Reaktionshitze seine Bleichwirkung.

Das Bleichen sollte auf jeden Fall unter zahnärztlicher Aufsicht erfolgen! Zu Bedenken ist auch, daß Füllungsmaterialien nicht gebleicht werden können, so daß u.U. ein Austausch von Füllungen nach der Bleichtherapie notwendig werden kann.